Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärungzu.
39 Bahngasse, 7161 Sankt Andrä am Zicksee

Willkommen in unserem Kloster

Liebe Besucherinnen und Besucher, 

wir heißen Sie herzlich willkommen auf der Website unseres Klosters in Wien. Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen. Sie werden über das Programm der Gottesdienste informiert und finden nützliches Material für die Kommunikation mit den Brüdern sowie zur Erfüllung Ihrer liturgischen Bedürfnisse.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Navigation.

 

  • Kloster Beiträge

Lasst uns, liebe Brüder, unseren Eintritt in das Triodion nicht als eine weitere religiöse Periode annehmen, sondern als einen Ruf zur Rückkehr zum verlorenen Sinn des Lebens in Gott. In Zeiten, in denen das Wort sich vermehrt und die Wahrheit schweigt, in denen alles erklärt wird und fast nichts mehr gelebt wird, kommt das Triodion, um uns von der Oberfläche wegzuführen und uns in die Tiefe hinabzuführen – dorthin, wo der Mensch dem eigenen Wahrsein und der Barmherzigkeit Gottes von Angesicht zu Angesicht begegnet.

Die Kirche ruft uns nicht dazu auf, unerbittliche Richter zu werden, sondern wahrhaft Reuige. Sie erzieht uns dazu, weniger zu reden und mehr zu beten, weniger zu interpretieren und tiefer zu verstehen. In diesen Tagen ist nicht entscheidend, wo wir uns ideologisch verorten, sondern wo wir existenziell stehen: in Demut vor Gott, mit Zerknirschung des Herzens und mit Vertrauen auf Seine Menschenliebe.

Das Triodion erinnert uns daran, dass die Kirche aus Beziehung und Gemeinschaft lebt, nicht aus Geschrei und Reaktion. Wo die Beziehung Risse bekommt, entsteht Härte; und wo die Demut geschwächt wird, tritt Verwirrung auf. Fasten, Gebet und Reue sind keine Übungen moralischer Selbstverbesserung, sondern Wege der Rückkehr zur kirchlichen Gesinnung, zum Ethos des kreuzförmigen Lebens und der österlichen Hoffnung.

Inmitten von Lärm und geistlicher Polarisierung ist die Kirche berufen, ein Ort der Unterscheidung, der Heilung und der Versöhnung zu bleiben. Sie soll sich nicht von Sprachen der Anklage und Dämonisierung mitreißen lassen, sondern das Ethos der Liebe, der Wahrheit und der Freiheit der Kinder Gottes bewahren.

Ich wünsche, dass die Tage des Triodions für uns alle zu einer Schule der Wahrheit und der inneren Freiheit werden. Dass sie uns lehren, unsere Schwachheit ohne Angst zu erkennen und der Barmherzigkeit Gottes ohne Bedingungen zu vertrauen. Dass wir das Herz vor Zorn und Spaltung hüten und Liebe, Dankbarkeit und Demut pflegen.

Nur so wird uns das Triodion zum Licht der Auferstehung führen – nicht als Zuschauer von Ereignissen, sondern als verwandelte Menschen, die neu lernen, was es bedeutet, kirchlich zu leben: in Wahrheit, Schmerz und Hoffnung.

Gesegnete und gnadenreiche Zeit des Triodions! Frohe Auferstehung!

39 Bahngasse, 7161 Sankt Andrä am Zicksee